BelleVue Ort für Fotografie


Fotoprojekt «Seitenblick – Was stört Sie?»

Weitere Informationen
 

Im Gespräch mit wildwuchs – das Kulturfestival für Solche und Andere
Mit seinem Fotoprojekt «Seitenblick» und der Frage «Was stört Sie?» möchte BelleVue mit wildwuchs in Kontakt treten: wildwuchs 13 – das Kulturfestival für Solche und Andere findet vom 25. Mai bis 2. Juni 2013 statt und steht unter dem Motto «Wir stören!». wildwuchs bietet Menschen, die nicht mehr im sogenannten Rahmen – Sinnbild für Ein- bzw. Ausgrenzung der Gesellschaft – stehen, eine Plattform, um ihre Ideen, ihre Kunst, ihren Kulturbeitrag auf die Bühne und in die Öffentlichkeit zu tragen. Weitere Informationen zu diesem grossartigen Kulturfestival finden sich unter www.wildwuchs.ch.

 

Wie sage ich es mit Bildern? In der Umsetzung des Themas
«Seitenblick – Was stört Sie?» gibt es grosse Freiheiten: Einzelbild, Bildserie, thematische Bildgruppe, Reportage, Skizzenbuch, Dokumentation, Bild und Text, Text und Bild ... Wir wollen möglichst viele Arbeiten im BelleVue zeigen: an der Wand, auf dem Tisch oder am Boden – und in Absprache mit den Verantwortlichen von BelleVue. Es ist auch denkbar, die Bilder dieses Fotoprojekts nicht im BelleVue, sondern anderswo zu präsentieren. Die Wahl des Ausstellungsorts gehört zur fotografischen Auseinandersetzung im Rahmen der Bildbesprechungen.

 

Im BelleVue-Atelier, dem neuen Angebot von BelleVue, werden mitgebrachte Bilder der Anwesenden gezeigt und besprochen. Die inhaltliche und gestalterische Auseinandersetzung mit der Fotografie und der Prozess des Fotografierens stehen dabei im Zentrum. Die Bildbesprechungen finden in der Gruppe statt und werden von zwei professionellen Fotografinnen und Fotografen begleitet. Die Teilnehmenden erhalten eine fundierte Rückmeldung zu ihrer Arbeit.
Das BelleVue-Atelier bietet seinen Mitgliedern an, ihre Fotografien im Rahmen einer Werkschau zu einem Thema im Raum BelleVue auszustellen.

Inhaltliche Überlegungen zum Thema

Die Perspektive wechseln


Als Fotografierende erlauben wir uns ganz bewusst, den Blick seitwärts zu richten, dorthin, wo wir normalerweise nicht selbstverständlich hinschauen oder wo uns etwas stört. Die inhaltliche und formale Auseinandersetzung mit Rahmenbedingungen und Identitätsfragen in der näheren Umgebung sind wichtig. Wer genau hinschaut, verändert durch den Seitenblick die eigene Perspektive und Sichtweise. Die erblickte Sache oder Person erscheint in einem neuen Kontext, in einem neuen Licht. Es kommt zu einer Veränderung des bisher Wahrgenommenen. Der Perspektivenwechsel der eigenen Sichtweise ist bei diesem Thema sowohl inhaltlich wie fotografisch zentral, und er ist auch ein Anliegen des Kulturfestivals wildwuchs.

 

Folglich muss das «Störende» nicht unbedingt eine «negativ» behaftete Sache oder Person sein. Es kann sich auch um ein Thema handeln, das aus der Sicht von uns Fotografierenden zu selten ins Licht gerückt wird – in diesem Fall stören wir uns daran, dass man etwas zu selten sieht. Das kann etwas «Schönes» oder etwas «Störendes» sein.