BelleVue Ort für Fotografie


Cristina Kahlo lebt und arbeitet in Mexiko City. Die mit der berühmten Familie Kahlo verwandte Fotografin ist weit über Mexiko hinaus bekannt.

Sie zeigte ihre Werke in zahlreichen Gruppen- und Einzelausstellungen, unter

anderem in Galerien und Museen in Mexiko, Deutschland, Japan, Südafrika, Dänemark, Argentinien, Frankreich und den USA. 2006 erhielt sie ein Stipendium der Bartels.Fondation in Basel.

 

BelleVue präsentiert drei Bildgruppen aus dem vielfältigen Werk der Fotografin.

 

Die erste Serie zeigt fiktive Verbindungen gegenwärtigen Lebens zur alten indigenen mittelamerikanischen Kultur. Der Titel «MX Posthispánico» spielt auf das posthispanische Mexiko an. Dabei werden heutige junge Museumsbesucher/innen den steinernen Exponaten aus der Vergangenheit gegenübergestellt. Die Schwarz-Weiss-Fotografien sind sparsam mit Erdpigmenten bemalt.

 

Im zweiten Block «Tiempo de Reflexión» wird Kahlo als Reporterin vorgestellt. Die Fotografien zeigen mexikanische Kinder in prekären humanitären Situationen. Cristina Kahlo ermunterte die Kinder zur Mitgestaltung der Bilder. Die Nähe der Fotografin zu den Porträtierten ist deutlich sichtbar.

 

Die Bildgruppe «Danzón» widmet sich einem Tanz, der für viele Menschen des urbanen Mexiko eine zentrale Rolle spielt und sowohl im öffentlichen Raum wie auch in Tanzhallen, Tanzschulen und -clubs sehr präsent ist. Cristina Kahlo leitet unseren Blick auf Details und thematisiert die heutigen Formen der Selbstdarstellung der Tänzerinnen und Tänzer. Der Danzón ist ein schlichter, eleganter und ausdrucksstarker Tanz – ein Spiel aus Stillstand und Bewegung, das in den Fotografien auf eindrückliche Weise festgehalten ist.

 

Cristina Kahlo wird in einem Referat am 18. Juni, 19.30 Uhr, über ihre Geschichte sowie über die zeitgenössische Fotografie in Mexiko sprechen.

 

BelleVue lädt im Rahmen der Ausstellung zum Tanz ein und organisiert einen Danzón-Workshop.

 

Während der photo basel, vom 12. bis 17. Juni, ist das BelleVue zusätzlich geöffnet.

Fotografie: Cristina Kahlo