Aussen vor
Fotografie-Ausstellung von Klaus Petrus
30. November bis 21. Dezember 2025
und 10. bis 18. Januar 2026
Auszug aus dem Ausstellungsflyer
Seit über zehn Jahren befasst sich der Fotojournalist und Reporter Klaus Petrus in seinen Bildern und Texten mit Grenzen, Rändern und Mauern, nicht nur mit solchen draussen in der Welt, sondern auch mit denen in unseren Köpfen, mit Stereotypen, Vorurteilen und Feindbildern.
Die Ausstellung dokumentiert seine Reisen in Krisen- und Kriegsgebiete, aber auch Erkundungen an die Ränder der Schweizer Wohlstandsgesellschaft, die Ausgrenzung, Armut und Obdachlosigkeit offenlegen. Die Fotografien berichten von Menschen, die aussen vor bleiben, sie spiegeln Extremsituationen, ungeschönt und direkt. Zugleich suchen sie nach den Grautönen unserer festgefahrenen Bilder. Ob Flucht, Sucht, Hunger oder Sexarbeit: In den Arbeiten von Klaus Petrus geht es letztlich um den Verlust der Menschlichkeit, und die Frage, wie sie bewahrt werden kann.
Führungen und Veranstaltungen
Zur Ausstellung wurde eine Buchpräsentation mit einer Lesung und einem Kaffeezeremoniell angeboten. Klaus Petrus präsentierte sein Buch «Spuren der Flucht», Heike Wach das von ihr herausgegebene Buch «Was ich anderen erzählen möchte, vom Weggehen und Ankommen». Beide Bücher beschäftigen sich mit Migrationserfahrungen und Flucht.
Auch Führungen mit Klaus Petrus boten Gelegenheit, über seine Fotografien, das Verhältnis von Text und Bild sowie die Aufgabe des Fotojournalismus in Zeiten von Feindbildern und Kriegen zu diskutieren.